Helena Parada Kim wuchs in Deutschland als Tochter einer Koreanerin und eines Spaniers auf. Ihre Malerei ist daher in besonderem Maße von ihrer multikulturellen Herkunft geprägt und inspiriert.

In den letzten Jahren wendete sie sich zunehmend der koreanischen Kultur und Ästhetik zu, was sich vor allem in dem immer wieder aufgegriffenen Motiv der traditionellen koreanischen Tracht,
dem Hanbok zeigt.

 

Parada Kims Bilder zeigen häufig Porträts Einzelner oder von Gruppen, die den Hanbok tragen. Dabei legt sie den malerischen Fokus eher auf die Kleidung als auf die Gesichter, die häufig verblassen oder gar nicht erst gemalt sind. Die Betonung liegt also auf der identitätsstiftenden Bedeutung der Trachten, die über den einzelnen hinausgehen als auch in der sinnlichen Pracht der dargestellten Stoffe.

In ihren Stilleben greift Helena Parada Kim die Tradition des europäischen Stillebens auf. Dabei bedient sie sich allerdings koreanischer Motive. Es ist konfuzianischer Brauch, den verstorbenen Ahnen regelmäßig Gaben in Form von aufwändig zubereiteten Speisen oder Obst darzubringen. Die Schönheit dieser strengen Arrangements veranlasste Parada Kim, diese in ihren Bildern aufzugreifen.