Der Künstler Kelvin Kyungkun Park(geb. 1978 in Seoul) beschäftigt sich in seiner Videoinstallationskunst mit den alltäglichen Problemen, Phänomenen und Klischees in der koreanischen Gesellschaft. Dies zeigt er vor allem indirekt durch die Emotionen, die sich in Mimik und Gestik der Menschen widerspiegeln. In seinem Werk The Army (2017) geht es um den Militärdienst der koreanischen Soldaten, der in beiden koreanischen Staaten noch immer eine wichtige Rolle spielt. Der Film stellt dar, wie man in einer kollektiven Gesellschaft immer mehr seine Persönlichkeit verliert und dabei dennoch versucht seine Individualität beizubehalten. Ebenso geht es um das Wechselverhältnis von Individuum und Kollektiv. So sagt Park: „Wenn es keine Gruppe gibt, kann das Individuum nicht existieren.“ Dabei geht es ihm jedoch nicht nur um die Perspektive des Mannes, sondern auch um die grundsätzliche soziale Relevanz des Themas innerhalb der Familie und darüber hinaus. Jede Person in Korea hat Verwandte welche dem Militär beigetreten sind. Nach dem Ableisten des Dienstes bleibt das Thema immer präsent. In Korea erlangt ein Mann somit erst Ansehen, nachdem er beim Militär war. Dadurch zeigt sich in seiner Arbeit deutlich die Angst vor dem Krieg und der Unruhe, die sich in dem Verhalten der Menschen widerspiegelt.

Park beschäftigt sich auch noch mit Fotografie. Er zeigte seine Videokunst auf zahlreichen internationalen Filmfestivals, darunter auch auf dem Berlin Film Festival.